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Pressemitteilung 01/2004 1. EM-Lauf Vallelunga
Nach den sehr erfolgreich verlaufenen Vorsaisontests, bei denen im letzten Märzwochenende sogar ein Sieg beim holländischen Meisterschaftslauf zu Buche steht, ging es am vergangenen Wochenende erstmals um EM-Punkte für das vogtländische Team RZT Repsol Racing. Mit dem EM-Lauf in Vallelunga in der Nähe Rom's stand das erfahrungsgemäß härteste EM-Rennen der Saison an. Im Zeittraining konnte sich Igor Kalab trotz dessen mit dem vierten Rang einen Platz in der ersten Startreihe sichern. Zudem waren wir damit hinter zwei Aprilia und einer KTM das bestplatzierteste Honda-Team. Für die beiden anderen Piloten Marco Eismann und Matti Seidel lief das Training leider nicht so erfolgreich. Matti kam schon nach 5 Minuten des zweiten Zeittrainings zu Sturz und konnte sich somit nicht weiter verbessern. Marco konnte zwar beide Trainings zu Ende fahren, allerdings fehlten ihm einige Zehntel zum qualifizierten 36. Startplatz. Somit endete für beide das Wochenende am Samstag Nachmittag.
Igor begann das Rennen sehr erfolgversprechend indem er als dritter aus der ersten Runde zurückkehrte. Nach zwei weiteren Runden überholte er schließlich den Italiener Danese, lag somit auf der zweiten Position und wollte den Anschluß zum führenden Pirro nicht abreißen lassen. Eine Runde später widerfuhr ihm in einer langsamen Rechtskurve das Missgeschick, was Igor einen möglichen Podestplatz kostete. Ohne erkennbaren Grund klappte ihm beim Einfahren in die Kurve das Vorderrad ein was er nicht mehr abfangen konnte. Igor konnte zwar mit ½ Runde Rückstand das Rennen wieder aufnehmen, allerdings ohne Chance auf einen Platz in den Punkterängen beendete er den EM-Lauf als 23.<;br /> Todunglücklich saß Igor noch nach Stunden im Teambus. "Ich habe erstmals gesehen, dass ich mit der EM-Spitze mithalten kann. Ich wollte Pirro nicht wegfahren lassen, ich wollte einfach zu viel. Schade, es wäre sicher ein Podestplatz drin gewesen."
Ohne große Verschnaufpause geht es für das Team gleich weiter zum zweiten EM-Lauf nach Assen /Holland. Teamchef Heiko Reinhold macht dabei die zur Verfügung stehende Technik weitaus größere Sorgen als die Verfassung seiner drei Fahrer.
"Wir werden von Honda komplett im Stich gelassen. Von den im September!!! bestellten zwei neuen Rennmotorrädern ist noch kein einziges da, wir fahren mit Vorjahresmodellen. Die japanischen JHA-Kits mit Auslassteuerung die wir verwenden sind jetzt zwar schnell, aber auch sehr anfällig. Ein Steuerteil war schon bei der Auslieferung kaputt, ein zweites gab den Geist auch relativ zeitig auf und zog weitere Folgeschäden nach sich. Zylinder sind auch erst nach monatelangen Lieferfristen verfügbar. Wir müssen uns ständig mit irgendwelchen eigenen Sachen behelfen und improvisieren. All das interessiert Honda aber nicht. Beim EM-Lauf in Vallelunga war nicht mal ein Honda-Mitarbeiter zugegen!"
Trotz dessen fahren wir recht optimistisch zum nächsten Rennen nach Assen, da wir dafür vor zwei Wochen schon wichtige Abstimmungsdaten sammeln konnten und unsere Situation dort eigentlich besser sein sollte als in Vallelunga.
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