Nach dem dritten Platz in der Europameisterschaft 2004 ging es für
2005 um den Titel. Dafür wurde extra von Honda auf Aprilia umgestiegen,
da die Möglichkeiten mit diesem Motorrad deutlich größer
sind. Als Fahrer sind der Tscheche Igor Kalab weiterhin geblieben, neu
dazu kam der erst 18jährige Schwede Nikola Milovanovic.
Die Saison begann in Assen sehr verheißungsvoll als Igor das Rennen
nur weniger hundertstel Sekunden hinter dem KTMPiloten Ranseder auf Platz
2 beendete. Über weite Strecken des Trainings war Igor deutlich schneller
als der Rest des Feldes, lediglich ein völlig missratener Start vereitelte
einen Sieg. Der zweite EM-Lauf in Italien begann wie in Assen, alles schien
unter Kontrolle. Als Igor schließlich zu Mitte des Rennens souverän
in Führung liegend stürzte war das der erste große Tiefpunkt
der Saison. Mit Platz 3 beim folgenden Lauf in Ungarn und dem ersten EM-Laufsieg
in Kroatien konnte der Anschluß an die Spitze aber bis auf wenige
Punkte wieder hergestellt werden. Beim folgenden EM-Lauf in Most sollte
endlich die Führung übernommen werden als sich Igor im freien
Training bei einem unnötigen Sturz die rechte Hand brach sowie die
Schulter stark prellte. Als er im
Rennen trotz dieser Verletzungen auf Platz 2 liegend mit einer defekten
Zündkerze ausschied war daher doppelt tragisch. Beim 6. EM-Lauf in
Schleiz war Igor aufgrund der vorangegangenen Verletzungen immer noch
behindert, ein Sieg schien unmöglich.
Schließlich stürzte Igor erneut unverschuldet, als er einem
vor ihm stürzenden Piloten nicht mehr ausweichen konnte. Igor konnte
das Rennen nicht wieder aufnehmen weil er sich bei diesem Sturz nun die
linke Schulter komplett ausrenkte. Durch Ausfälle und Stürze
der Hauptkonkurrenten war aber die Gesamtmeisterschaft trotz dieser drei
Nuller noch nicht verloren, der Führende lag lediglich 11 Punkte
in Front. Mit Platz 4 in Portugal und Platz 2 beim Finale in Spanien konnte
dieser Rückstand zwar noch einmal etwas verkürzt werden, in
der Gesamtwertung reichte es trotzdem „nur“ für Platz 3.
Erfreulich war, dass wir während der gesamten Saison vom Speed her
immer mithalten und ganz vorn dabei sein konnten, so beendeten wir jedes
Rennen bei dem wir ins Ziel kamen mindestens auf Platz 4. Verloren ging
die Saison durch die drei Ausfälle, von denen die in Italien und
in Tschechien nicht hätten passieren dürfen.
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